Der Verein

Der Rollstuhl-Sportverein Lahn-Dill: Jeder kann kommen!

Behinderte Menschen, die auf einen Rollstuhl angewiesen sind oder eine sonstige Behinderung haben, müssen sich heute nicht mehr von sportlichen Aktivitäten ausgeschlossen fühlen. Mittlerweile gibt es für jede/n die Möglichkeit, auf vielfältige Weise Sport zu treiben.

Der Rollstuhl-Sportverein Lahn-Dill (RSV) möchte behinderte Menschen hierbei unterstützen und mit seinem Angebot dazu motivieren, sportlich wieder aktiv zu werden und damit viel für ihre körperliche und seelische Befindlichkeit zu tun.
Dabei ist der RSV eigentlich ein Sportverein wie jeder andere auch. Der einzige Unterschied liegt darin, daß die sportlichen Aktivitäten im Rollstuhl ausgeführt werden. Ansonsten geht es im RSV zu, wie in jedem “normalen” Sportverein. Das Streben nach sportlicher Leistung ist hier genauso zu finden, wie das “sich-einfach-bewegen-wollen” und der Wunsch nach geselligem Zusammensein. Und das nicht nur unter Behinderten, ebenso offen ist der RSV für die sogenannten Fußgänger/innen, also die Nichtbehinderten, denn Integration von Behinderten und Nichtbehinderten wird beim RSV groß geschrieben.
Jede/r kann im RSV die Sportart wählen, die ihm/ihr am meisten Spaß macht, gleich ob er sie im Sinne der REHA-Träger oder als freizeit- oder leistungsorientierten Sport betreiben will. Der Durchführung und Förderung des freizeitorientierten Sportangebotes mit seiner Betonung auf der Erhaltung der Gesundheit und des Erlebens von Geselligkeit – gilt dabei die besondere Aufmerksamkeit des RSV. Aber auch für diejenigen Sportler/innen, die besondere Leistungen erbringen möchten, werden entsprechende Trainingsmöglichkeiten sowie die Teilnahme an nationalen und internationalen Wettkämpfen geboten.

Medizinische Aspekte des Rollstuhsports
Die positiven Auswirkungen eines regelmäßig und dauerhaft betrieben Sportes ergänzen sich in physischer und psychischer Hinsicht in nahezu idealer Weise. Vor allem wird hierdurch den so gefürchteten Folgeerkrankungen von Behinderungen auf wirksamste Weise vorgebeugt.

Abrechnung bei den Krankenkassen
Die Angebote des RSV werden für Körperbehinderte über die Krankenkassen finanziert, d.h. jedes sportlich aktive Mitglied muß halbjährlich eine Verordnung bei seinem Arzt ausstellen lassen, denn der REHA-Sport wird ausschließlich auf ärztliche Verordnung und nach Maßgabe der Gesamtvereinbarung über den ambulanten Behindertensport durchgeführt.
Leistungssport hingegen wird von den Krankenkassen nicht finanziert. Jedoch sind hier Förderungsmöglichkeiten über Bund, Länder und Kommunen ebenso wie bei den Nichtbehinderten gegeben.

Ausgebildete Übungsleiter/innen
Behindertensportliche Übungsveranstaltungen für Rollstuhlfahrer/innen müssen von speziell ausgebildeten Übungsleiter/innen durchgeführt werden, wenn sie sinnvoll und dem Auftrag der REHA-Leistungsträger entsprechen sollen. So werden auch im RSV alle Sportangebote von speziell ausgebildeten Personen geleitet.

Die Integration von Behinderten und Nichtbehinderten
Alle sportlichen Angebote des RSV können sowohl von Behinderten als auch von Nichtbehinderten wahrgenommen werden, denn der RSV legt großen Wert auf Integration. 
Praktisch sieht das so aus ,daß sich z. B. beim Rollstuhl-Basketball die Nichtbehinderten in einen Rollstuhl setzen und mit den Behinderten gemeinsam spielen. Die Mehrzahl der RSV-Mitglieder ist jedoch körperbehindert.

Alle Sportarten im RSV sind prinzipiell für beide Geschlechter offen.
Damit ein solch integrativer Sport sowohl unter unterschiedlich Behinderten als auch gemeinsam mit Nichtbehinderten möglich ist, existiert für jede Sportart ein spezifisches Klassifizierungssystem, das den Grad der Behinderung mißt. Dieses soll vor allem den schwer Behinderten die Teilnahme am Spielbetrieb ermöglichen. Eine solche Klassifizierung ist notwendig, wenn Personen mit unterschiedlichen Behinderungsgraden gemeinsam Sport betreiben möchten.

Auch Leistungssport ist möglich !
Natürlich kann man auch leistungsorientierten Sport im RSV betreiben. Mitglieder des RSV nahmen schon an Olympiaden, Welt- und Europameisterschaften teil.

Das Sportangebot des RSV
Zu den gegenwärtig angebotenen Sportarten des RSV gehören:

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<dir> Breitensport Kegeln Kinder- und Jugendsport Basketball Tennis Schwimmen</dir>

Eine Tanz-, Tischtennis- oder Leichtathletikgruppe kann bei entsprechend großer Nachfrage im RSV eingerichtet werden. Auch dies sind besonders geeignete Sportarten für Rollstuhlfahrer/innen.
In allen angebotenen Sportarten ist sowohl freizeit- als auch leistungsorientierter Sport möglich.

Die soziale Komponente ist nicht zu unterschätzen !

Neben der sportlichen Betätigung wird im RSV auch großer Wert auf die Geselligkeit gelegt. Grillfest im Sommer, Turniere und sonstige Treffs gehören hier zum Repertoire. Tips und Neuigkeiten werden ausgetauscht und manch Wissenswertes kann erfahren werden. Oft sind dabei die passiven Mitglieder mit von der Partie.

Monatliches Mitteilungsblatt

Seit Anfang 1985 gibt der RSV auch ein monatliches Mitteilungsblatt heraus, die “LAHN-DILL NEWS”. Sie enthalten einen Pressespiegel, Termine und sonstige Infos für die Leser.

Einzugsbereich des RSV

Der Einzugsbereich des RSV ist sehr groß. Er erstreckt sich von Friedberg über Hungen bis nach Marburg und weiter über Siegen bis nach Limburg, umfaßt also den gesamten mittelhessischen Raum. Kerngebiet ist jedoch das Lahn-Dill Gebiet.

Beratung bei Problemen

Schwierigkeiten und Probleme gibt es im Leben von körperbehinderten Menschen und ihren Angehörigen mehr als genug. Der RSV steht hier mit Rat und Tat bei und bietet Beratung bei vielfältigen Problemen an (z.B. mit Ämtern, Zuschüssen zu Reha-Hilfen Autoausstattungen etc.)